Es werden Zeugenberichte von jungen, in die Schweiz immigrierten Leuten gesammelt, Menschen aus den Balkanstaaten zwischen 1991-1999. Diese Menschen sind etwa zwischen 23 und 40 Jahre.
Dabei werden folgende Schwerpunkte thematisiert:

1.Wer bin ich jetzt
Arbeit, Zeitvertreib, Leidenschaften, Stadt oder Orte, die als Zuhause gesehen werden, Freunde, Beziehungen, Lebensgewohnheiten.

2. Herkunft
Herkunftsort, Kindheitserinnerungen, Erinnerungen an das Zuhause, Gegenstände, Personen, Wünsche von damals.

3. Aufbruch
Gründe für den Aufbruch, Mit welchen Mitteln wurde die Reise vorgenommen/ Wie ging die Einreise vonstatten?, Begegnungen während der Reise, Verlauf der Reise.

4. Ankunft
Moment der Ankunft, Einreise durch welche Grenzen oder Drittstaaten, Aufprall und erste Erinnerungen, Klang der unbekannten Sprache, Asylheim.

5. Erste Zeit der Integration
Moment der Eingliederung in den Schulaltag, erste Freunde, Wie wurde die Sprache gelernt?, die neue Kindheit, Erinnerungen und Eindrücke aus der Perspektive der schweizer Mitschüler, Beziehung zum Slawisch-Sein.

6. Spätere Zeit der Integration
Ist die Gefahr vorüber?, Wie ging die Integration als Erwachsene/r von statten? Verbliebene Konflikte bezüglich Rassismus, Sprachschwierigkeiten, religiöse, kulturelle und Arbeitsunterschiede, Bezug zur Muttersprache im Vergleich zur erlernten Sprache des Gastlandes, Bezug zur eigenen Geschichte.

7. Zukunft
Derzeitige Wünsche.

Ziel ist es mit Hilfe künstlerischer Mittel ein Bild über die Bedingungen derer zu vermitteln, die gezwungenermassen zu Exilanten wurden. Die künstlerischen Mittel sind ein zusätzliches Instrument um sich selbst in der Welt einzuordnen, sei es seitens der Erzählenden oder der Hörer.